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Kapitel 004


„Serena...?“

Es klang leise und tief durch die Tür zu ihrem Zimmer.
Sie kannte die Stimme und hörte sie doch nur selten.
„Vater?“
kam es von der jungen Frau mit dem weit über die Schulter reichendem, schwarzen Haar und dem ernsten, unbewegten Gesicht.
Die Tür öffnete sich und ein großer, breitschultriger Mann mit grau meliertem Haar betrat den Raum.
Seine ganze Gestalt war von einer Art, die Respekt einflößte. Seine Augen waren dunkelblau und seine von Wind und Wetter gegerbte Haut verriet, dass er viel auf Reisen war.
Er trug Kleidung aus tiefrotem Samt, verziert mit goldenen Borten und kleinen Steinen, die im Schein des Kaminfeuers glitzerten. Der Ausdruck, den sein Gesicht trug, war undurchdringlich und lediglich seine Stimme ließ vermuten, dass er nicht kam, um von schönen Dingen zu berichten.
„Dunkle Schatten liegen über dieser Nacht, Serena“ nahm der Mann das Wort auf und schritt langsam durch den Raum bis hinüber zum Tisch.
Serenas Augen richteten sich unbewegt auf den Vater, der nun in gewissem Abstand vor ihr stehen geblieben war.
„Niemand weiß bisher, was genau geschehen ist, aber Gouvernante Broekenhan ist an diesem Abend tot in ihren Räumen aufgefunden worden.“
Er schien über Worte nachzudenken, die er hinzufügen wollte und suchte gleichzeitig in den Zügen seiner Tochter nach einer Reaktion, die dort aber nicht zu finden war. Langsam, ruhig fuhr er schließlich fort:
„Da dein Verhalten in den vergangenen Monaten darauf schließen lässt, dass euer Verhältnis sich zum Guten entwickelt hat, dachte ich, dass du es wissen willst. „ damit wandte er sich um.
„Es bekümmert mich zutiefst, dass ihr etwas zugestoßen ist und wer immer dafür verantwortlich ist, möge seiner gerechten Strafe nicht entkommen.“ Sie zögerte kurz und fuhr dann fort „Wie ist es dazu gekommen?“
Ihr Vater ging ein paar langsame Schritte durch den Raum uns bis zur Tür wo er noch einmal zurückblickte „Wir wissen es nicht. Ich will dir davon nicht mehr erzählen, denn ich möchte dich nicht ängstigen.“
Er öffnete die Tür und trat hindurch und noch im Gehen sprach er „Es wird rasch für Ersatz gesorgt werden. Da du aus dem Alter eines Kindes heraus bist, wirst du an Stelle einer Gouvernante einen Hauslehrer bekommen, der dir beibringen soll, wie sich eine Lady in höfischen Kreisen zu bewegen hat. Gute Nacht Serena.“

Die Tür fiel ins Schloss und die junge Frau atmete langsam aus. Ihr Blick hing an der Stelle, wo zuvor noch der Vater gestanden hatte und lange kam keine Regung über ihr Gesicht.
Dann schloss sie die Augen und lächelte.