Geschichten

Diverse Geschichten.

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  • Rabenflug (World of Warcraft)
    Die Geschichte des WoW-Charakters "Rabenflug"
    Article Count:
    35
  • Liaewens Geschichte

    11.Tag im Mondlauf des Windes im 1354 Sonnenzirkel im Zyklus der Wahrheit.

    Ich bin Liaewen Nalfwyr und dies sind meine Erinnerungen, seit der Stunde, an dem sich alles in meinem Leben veränderte. Erinnerungen, die nur noch Schmerz in sich bergen und das Wissen, alles verloren zu haben, was mir einmal von Bedeutung erschien.

    Alles war so einfach gewesen. Das Leben im Kloster, das Pater Brinjas erbaut hatte, hat mich jeden Tag mit Freude erfüllt.
    Er hat mich so vieles gelehrt – wie man Kräuter anbaut und zu heilsamen Salben verarbeitet, wie man verschiedene Krankheiten heilen kann und natürlich alles über unseren Glauben, den Glauben des ewigen Lichts.
    Er war mir ein Leuchtfeuer der Weisheit so lange ich denken kann und was immer ich gelernt habe, weiss ich von ihm.

    Doch dann kam der Tag – jener eine Tag, der alles veränderte.
    Ich hatte schon lange diese Träume, Träume von einer Festung aus weißem Marmor und Gold, einer Festung, in der die Wände mit mir zu sprechen schienen und in deren Innerem etwas verborgen war, das mir unfassbar wichtig erschien.
    Ich erinnterte mich dunkel, dass ich so eine Festung einmal gesehen hatte, als ich noch sehr klein war, aber mehr wusste ich nicht.
    Als die Träume aber immer wieder kamen wandte ich mich an Pater Brinjas, in der Hoffnung, er würde mir dazu etwas sagen können.

    Pater Brinjas aber war voller Trauer, als er meine Geschichte hörte und sagte zu mir, dass es an der Zeit sei, das Kloster zu verlassen und meinen eigenen Weg zu gehen.
    Diese Worte trafen mich wie ein Schlag – nie war die Rede davon gewesen, das Kloster irgendwann einmal zu verlassen und ich hatte mein Leben dort verbringen wollen und nun – sollte alles anders sein?
    Ich verstand es nicht, fragte, was das zu bedeuten habe und wohin ich denn gehen solle.
    Aber Pater Brinjas sagte mir nur, dass das Schicksal meine Schritte lenken würde und dass er mir nichts darüber sagen dürfe.
    Er sagte, es seien schreckliche Dinge geschehen, weil Menschen zu viel über ihre Zukunft gewusst haben und er wolle nicht den gleichen Fehler machen und mir mehr sagen, als gut für mich sei. Ich solle einfach nur losziehen und geschehen lassen, was geschehen würde ohne dabei den Glauben zu verlieren.
    Wie hätte ich denn je meinen Glauben verlieren können – dachte ich damals.

    Verwirrt habe ich mich in jenen Tagen Pater Brinjas Willen gebeugt und habe mich auf den Weg gemacht ohne zu wissen, wohin dieser Weg mich führen würde. Ständig fragte ich mich, warum er mich ganz allein fort schickte in eine Welt von der er so oft gesagt hatte, wie viele Gefahren dort lauern würden.
    Ich trug keine Waffen und auch sonst nichts, womit ich mich hätte verteidigen können – der Kampf war mir schon immer zuwider.
    Solche Entschlüsse beginnt man aber genau dann zu überdenken, wenn man sich in einer Situation wiederfindet, in der nur eine Waffe einem helfen kann.
    Ich weiss nicht einmal genau, wie es geschehen ist.
    Irgendwo auf einer Lichtung  spürte ich einen Schlag und alles um mich her wurde dunkel.
    Was dann war, kann ich nicht genau sagen.
    Ich hörte nur diese schrecklichen Stimmen in einer Sprache, die ich nicht verstand und da war dieser Gestank, grobe Hände, die mich packten, fesselten und mir die Augen verbanden.
    Sie zwangen mich ihnen zu folgen, gaben mir wenig Schlaf und ab und an Wasser und etwas zu essen.
    Wie lange es so ging kann ich nicht sagen, da meine Augen die ganze Zeit über verbunden waren.

    Dann aber hörte ich eines Tages den Lärm eines Kampfes und spürte, wie die Angst in mir hinauf kroch. Was geschah um mich rum?
    Ich verstand es nicht, konnte nichts sehen und spürte nur, wie ich immer rascher nach vorne gedrängt wurde, bis ich irgendwann auf einem Haufen Steine niedergedrückt wurde.
    Um mich herum hörte ich die Schreie Sterbender und roch Blut, doch ich vermochte nichts auszurichten, da ein fester Griff mich hielt.
    Dann war da dieser Schmerz.
    Metall drang in die Haut an meinem Hals und zog sich über meine Kehle.
    Ich glaubte, dies würde das Ende sein.
    Doch aus welchem Grunde auch immer – es geschah nicht.
    Als endlich jemand kam und meine Fesseln und die Augenbinde löste während jemand anders einen Verband auf die Wunde an meinem Hals legte, sah ich um mich herum nur Schmerz, Tod und Leid.
    So viele Menschen lagen am Boden und als ich mich erheben wollte sah ich, dass der Haufen Steine auf dem ich lag, gar nicht aus Steinen aufgehäuft war, sondern aus Schädeln.
    Ich spürte so viel Angst und Ekel in mir aufsteigen, doch da war noch mehr. Etwas anderes war plötzlich in mir erwacht, wie eine Flamme brannte es in mir und suchte sich seinen Weg durch jede meiner Adern.
    Verstehen konnte ich es nicht, doch es war wie wärmendes Feuer, wie Frieden und Heilung und der erste Strahl des Sonnenaufgangs nach einer nicht enden wollenden Nacht.
    Ich spürte das ewige Licht in mir keimen und ich wusste, ich würde diesen Menschen helfen können.
    So erhob ich mich, sah mich kurz um, sah ehemals weiße Mauern mit goldenem Muster entstellt von Blut und zerschmetterten Körperteilen und wandte meinen Blick davon ab, um mich um die Leiden der Menschen zu kümmern.

    Es war verwirrend und doch auf eine seltsame Art und Weise so klar. Als würde ich mich an etwas erinnern, das ich schon lange gewusst und nur vergessen habe. Ich legte meine Hände auf ihre Wunden und spürte das helle, warme Licht in mir fließen, fühlte, wie es sich den Weg durch mich hindurch bahnte um die Wunden zu schließen und die Verzweiflung und den Schmerz zu mildern.
    Es schien, als habe ich nie etwas anderes getan – und eben dies verwirrte mich.
    Doch blieb dafür keine Zeit.
    Eilends wurden wir alle aus den Mauern getrieben, in denen wir uns aufhielten, hinaus über Felder bis in eine Stadt, die mir als Pandor vorgestellt wurde, ein Name, den ich nie zuvor gehört hatte.
    Auch dort wurde gekämpft, erbittert und voller Zorn, Menschen, Elfen und Zwerge und Wesen, die ich nicht zuordnen konnte kämpften gegen Kreaturen, die grausam und furchteinflößend waren so, als habe die Dunkelheit selbst ihre Kinder auf die Welt gespuckt.
    Doch dann sah ich ihn.
    Über den Rauch und den Lärm des Schlachtfeldes hinweg begegnete ich seinem Blick in dem nichts stand als tiefer Hass, Verzweiflung und Zorn.
    Er trug eine Rüstung mit einem goldenen Kreuz und einem Schädel darin und auf der Schulter prangte das geflügelte Einhorn des alten Glaubens.
    Ich starrte ihn lange an ohne mich bewegen zu können und in meinen Erinnerungen regte sich etwas – Bilder, die aus der Tiefe tauchten wie Träume aus der Nacht.
    Da waren Zellen – eine riesige Tür und dahinter war – er.
    Ich konnte ihn sehen obgleich meterdicke Wände zwischen uns lagen. Ich konnte ihn fühlen, als wäre er direkt neben mir.
    Ich spürte seine Trauer und seine Wut und ein Wort brannte sich in meinen Sinn: Sternenkrieger.
    Es war wie eine Geschichte aus frühester Kindheit, ein Märchen oder ein Lied, das man lange nicht vernommen hat und welches dann plötzlich wieder aus der Dunkelheit auftaucht und dort, jener Mann in der Rüstung, ich wusste, dass er es war, den ich in diesen Erinnerungen sah.
    Und auch er sah mich an – über alles Kämpfen hinweg begegneten sich unsere Blicke als würden wir etwas wiedererkennen, das wir sehr lange nicht gesehen hatten und durch all die Bewegungen um uns herum, wurde ich auf ihn zugeschoben.
    Er trug einen riesigen Streitkolben mit dem er nur einen Schlag hätte tun müssen, um meinen Schädel zu zerschmettern, doch der flammende Zorn in seinem Blick erlosch und er ließ seine Waffe sinken.
    Kein Wort sprachen wir, sahen uns nur an, dann wurde er fortgezogen und ich ebenso, doch von jenem Augenblick an, ging er mir nicht mehr aus dem Sinn.

    Ich fand mich einige Zeit später in einer Kapelle wieder, deren Glaubenssymbole mir nicht gänzlich fremd waren, erinnerten sie mich doch teilweise an die Symbole meines eigenen Glaubens.
    Männer und Frauen waren um mich herum, glänzende Rüstungen und weiße Wappenröcke, Stimmen und Gebete.
    Ich versuchte all dies zu sortieren, zu begreifen, was alles auf mich einwirkte. Hunderte Fragen wurden mir gestellt, doch keine davon konnte ich wirklich beantworten.
    Man erzählte mir von der Festung, zeigte mir alte Schriften und wieder traten Erinnerungen hervor.
    Ja, es hatte solche eine Festung gegeben.
    Ich war noch ein kleines Kind, als ich dort lebte mit Pater Brinjas und meinen Eltern, an die ich aber keinerlei Erinnerungen habe.
    Es war eine Festung aus Gold und Marmor, ein Ort des Lichts und der Freude gewesen, lebendiger Stein, beseelt von der Ersten des Ordens die ihr Leben geopfert hatte um die Festung zu dem zu machen, was sie war: ein lebender Wächter und Hüter über den Frieden.
    Alte Geschichten drangen herauf, so vage und fern, dass ich sie kaum zu greifen wusste.
    Wesen waren in dieser Festung eingesperrt gewesen, Wesen von solcher Dunkelheit und Macht, dass man sie nicht töten konnte und sie so versuchte, sicher zu verwahren um die Welt vor ihnen zu schützen. Und all diese Wesen hatte man hier freigelassen. Warum? I ch wusste es nicht.
    War es Unwissenheit? Dummheit?
    Doch da war noch mehr.
    Eine Frau tauchte auf, die mir seltsam erschien.
    Sie machte mich schaudern mit ihrem Blick, doch alles was sie tat war von hellstem Licht erfüllt und freundlich. Sie sagte, sie sei die Hüterin der Festung und hielt meine Hand, schenkte mir Kraft und lächelte, wann immer sie mich ansah.

    Viele Dinge geschehen in den darauf folgenden Tagen, manche davon mag ich gar nicht mehr benennen können. Die Wesen mussten wieder in die Festung eingesperrt werden, was schwer war und die Schädel in der Festung, so stellte es sich heraus, waren jene gewesen, die mir einmal Familie waren in einer Zeit, in der ich noch so klein war, dass ich mich nicht erinnern konnte.
    Was genau geschehen war – niemand wusste es. Doch wir ließen jenen ein Begräbnis zukommen, das dem Licht gerecht wurde und schenkten ihnen die Gebete, die wir unseren Verstorbenen mit auf den Weg geben, in der Hoffnung, dass ihre Geister Ruhe finden mögen.
    Dann, als gerade so etwas wie Frieden eingekehrt war, tauchte erneut jene Frau auf, die sich uns als Evelyn vorgestellt hatte, jene Frau, die so freundlich zu mir gewesen war.
    Sie ging an mir vorbei, raunte mir etwas zu, das ich nicht verstand und ich spürte ihre Klinge direkt in meinem Herzen.
    Als ich zu Boden sank, war sie schon verschwunden und die Paladine des Lichts kämpften lange um mein Leben und taten alles, was sie konnten, um mich von der Klinge des Todes zurückzureissen.
    In diesem Moment, als alles zu schwinden schien, streiften meine Gedanken jenen Mann, den ich gesehen hatte, jenen Sternenkrieger, der mir so vertraut erschien, als würde ich ihn schon mein ganzes Leben kennen und ich wünschte mir, er wäre bei mir.
    Auch er, so sagte man mir später, war gefährlich. Er habe vor langer Zeit seinen Weg aus den Augen verloren und sei verblendet von seinen Zielen. Er habe viele Länder mit Schmerz und Leid überzogen und ganze Völker niedergestreckt und auch er müsse wieder eingesperrt werden.

    Dieses Wissen war wie eine kalte Hand, die an mein Herz griff.
    Etwas daran erschien mir falsch. Etwas in mir sah ihn in Freiheit mit Dingen, die er würde tun müssen, um diese Welt wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
    Doch die Worte waren klar und auch ich sah den grenzenlosen Zorn in seinen Augen, der ihn zu einer Gefahr machte.
    So beugte ich mich dem, was geschehen musste und half jenen Menschen, auch ihn in die Festung hinein zu treiben.

    Was dann geschah, war alles so rasch und übereilt, dass ich es kaum in Worte zu fassen vermag.

    Die Lichtgläubigen an diesem Ort hatten den ganzen Tag viel mit mir gesprochen und mir viel über ihren Glauben erzählt, hatten mir von ihrer Heimat berichtet und den Dingen, die ihnen am Herzen lagen. Wir waren uns alle sehr nah gewesen und es war, trotz all der schrecklichen Dinge, die geschehen waren, ein schöner Tag, denn ich hatte Freunde gefunden, die einen Glauben teilten, der ähnlich dem meinem war.
    Doch dann tauchte jene eine Prophezeiung auf, die alles verändern sollte.

    Ich kann nicht mehr genau sagen, was in meinem Sinn vor sich ging, als man mir die Zeilen vorlas.
    Sie erzählten von der Seele der Festung und dass sie dieser entrissen worden sei, dass etwas furchtbares Einzug dort gehalten hat und die Festung eine neue, lichte Seele bräuchte und nur die Trägerin des ewigen Lichts dies sein könne.
    Und dies – war ich.

     

    Ich wusste es, ehe die Zeilen zu Ende gelesen waren und ich wusste, was geschehen würde. Ich wusste, dass sie eine Dolch mit einem Griff aus Kristall finden würden und dass dieser mein irdisches Leben beenden würde.
    Ich erinnere mich an jenen Tag und daran, wie ich in den Himmel sah und überlegte, ob dies das letzte mal sein würde, dass ich dies tun könne.
    Die Männer des Lichts kamen zu mir und sprachen mit mir, versuchten mir Trost zu schenken und ich wusste, dass ich einem von ihnen den Dolch würde geben müssen. Sollte ich sterben, so sollte es durch die Hand eines gläubigen Mannes sein und nicht durch die eines Kämpfers, der keinen Glauben hat.
    So fiel meine Wahl auf einen Priester, der viele seiner Erinnerungen mit mir geteilt hatte.
    Es war schrecklich, für mich und noch mehr für ihn.
    Sein Glaube verbot ihm, so ein Opfer zu bringen doch mein Bitten ließ ihn alles andere außer Acht lassen und er zog sich den Zorn seiner Ordensbrüder und –schwestern zu, als er die Entscheidung traf.
    Und ich?
    Ich schloss die Augen und versuchte daran zu denken, dass es meine Pflicht war, dem zu gehorchen, was der Glaube von mir verlangte, auch wenn dies mein Tod sein sollte.
    Ich versuchte mir klar zu machen, dass ich als einzelne keinen Wert haben könnte, wenn ich nicht ein Ziel erfüllte, das höher lag als alles, was ich lebend erreichen könnte.
    All dies war mir klar, doch es gab mir wenig Frieden in diesen Stunden.
    Ein anderer Gedanke aber erfüllte mich mit Ruhe.
    Sollte alles so sein wie man sagte und ich die Mauern der Festung beseelen, dann würde auch er dort sein und ich würde bei ihm sein.
    Vielleicht könnte ich seinen Zorn kühlen und seine Verzweiflung lindern.
    Vielleicht, so dachte ich, könnte ich seinen Weg ändern, so dass er ihn eines Tages wieder in Freiheit führte.

    An diesem Gedanken hielt ich mich fest, bewegte ihn tief in meinem Herzen und trat so an jenem Abend in den Hof der Festung um geschehen zu lassen, was geschehen sollte.
    Ich sah dem Priester in die Augen und flüsterte ihm Worte des Dankes zu, als ich die Klinge auch schon mein Herz durchbohren fühlte.
    Es ging schnell und alles um mich herum wurde dunkel – doch nur für einen Moment.
    Mein Bewusstsein schwand nicht, es bewegte sich.
    Ich sah mich dort liegen im Schein der Fackeln mit jenen Gläubigen um mich her, und fühlte mich frei, zog durch die tiefen Mauern jener Festung und spürte, wie das Licht, das in mir war, sie erfüllte.
    Und ich sang – ein Lied der Freude  und des Dankes in der Hoffnung, die Trauer in den Herzen der Menschen über das, was geschehen war, stillen zu können.

    Dann kehrte Ruhe ein.

    Und in der Stille fand ich den Weg zu ihm. Ich betrachtete ihn, wie er dort in seiner Zelle in Ketten lag und es brach mir das Herz. Doch ich wusste, ich durfte ihn nicht frei lassen. Es war meine Aufgabe, ihn zu bewachen und hier festzuhalten bis der Tag kommen würde, an dem seine Seele bereit war, den Zorn zu vergessen.
    Und so sang ich für ihn – jede Nacht.
    Ich kühlte seine Stirn, wenn Träume des Schreckens seinen Schlaf heimsuchten und ich beruhigte ihn, wenn Verzweiflung und Zorn über ihn kamen.
    Oft schrie er mich an, ich möge ihm endlich die Freiheit geben, doch ich durfte es nicht, bat ihn um Ruhe und Verständnis, erklärte ihm, dass der Tag kommen würde, aber dass er einiges dafür würde tun müssen.
    Woher ich das wusste? Ich weiss es nicht. Es war da – Wissen, das älter war als der Orden selbst – es brannte sich in meinen Sinn.

    Und dann – kam sie.
    Jene eine, die in der Festung gewesen war. Jene, die mir mit einem Lächeln einen Dolch hatte ins Herz stoßen wollen. Jene – die sich Evelyn nannte und sie kam mit Schrecken und Verzweiflung.
    Ich spürte, wie sich bedrückende Angst und Schatten in den Mauern, in denen ich nun lebte, ausbreiteten wie eine Krankheit.
    Ich fühlte, wie sich etwas um uns legte, das mir die Sinne rauben wollte und ich wusste – sie wollte ihn, meinen Sternenkrieger.
    In jenem Moment schwor ich, dass es nichts geben würde, was ich unversucht ließe, um ihn zu schützen.
    Als die Verzweiflung nach mir griff entfesselte ich alles, was in mir an Licht leuchtete und legte mich schützend um jene Zelle, in der er war.
    So war ich mit ihm gefangen, Seite an Seite in einem Gefängnis aus Licht und alles, was uns in jenen Nächten blieb waren wir selbst und die Hoffnung, dass sich ein Weg finden würde, in Freiheit zu gelangen. 

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